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Die Energiewende

ist nicht trivial!

Wenn Ihnen jemand sagt, Sie/Er könne Ihnen innerhalb von wenigen Minuten die Energiewende erklären, dann sollten Sie äußerst skeptisch sein.

Kann die EEG-Umlage wieder sinken?

 

Ob und in welcher Höhe die Förderung der Ökostromerzeugung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundsätzlich wichtig und richtig ist, soll hier nicht im Fokus stehen; vielmehr die argumentierten Gründe, welche den Anstieg der EEG-Umlage auslösen.

 

Eine Ausgangssituation dieser Argumentation durch die EU und die Ministerien ist, dass diese regenerativen und zudem fluktuierenden Energien aus Wind und Sonne noch nicht gespeichert werden, welche durch die Netze nicht aufgenommen werden können. Es wird argumentiert, dass vor diesem Hintergrund die Wertschöpfung der regenerativen Energieerzeugung eingeschränkt ist und ein Auslöser dafür ist, dass die EEG-Umlage derzeit steigen muss.

 

Das Speichern dieser Energien, der Überkapazitäten aus Wind und Sonne, mit Blick auf die Aufnahmemöglichkeiten der Netze hört sich zunächst kompliziert an; das Speichern von Überkapazitäten ist bei genauer Betrachtung realisierbar und kann die Energiewende nachhaltig zum Erfolg führen. Wird die Wertschöpfungskette der Ökostromerzeugung geschlossen durch geeignete Energie Speicher, werden diese zusätzlichen Energie-Erträge aus Sicht der EU und der Ministerien dazu führen, dass die EEG-Umlage sinken kann zunächst in Richtung 0,5 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh).

 

Die Politik steht mit dieser Forderung nicht allein; auch potenzielle Investoren der Windkraftanlagen und Solaranlagen fordern die maximal mögliche Wertschöpfung der grundsätzlich produzierbaren Energien durch Wind und Sonne, wenn auch vor anderem Hintergrund.

 

Ist die EEG-Umlage im Jahr 2012 um etwa 0,06 ct/kWh auf 3,592 ct/kWh gestiegen, so ist der Anstieg im Jahr 2013 um 1,685 ct/kWh auf 5,277 (ct/kWh) signifikant höher.

 

Dem Wasserstoff als Speicher von Ökostrom kann nicht nur eine sehr gute Umweltbilanz attestiert werden, Wasserstoff als Energie Speicher kann mit Blick auf die Wertschöpfungskette der Ökostromerzeugung zukünftig eine elementare Rolle spielen. Zudem verlangen die avisierten On- und Offshore Windparks durch die Energie Versorgungs Unternehmen EVU eine Speicher-Lösung vor dem Hintergrund, dass im Betreff Energieerzeugung ein perspektivischer Giga Watt Bereich erreicht werden kann. Ein endgültiger Durchbruch der Wasserstofftechnologie in der Energiewirtschaft ist erkennbar.

 

Heute steht nicht mehr die Diskussion im Vordergrund, ob Wasserstoff ein geeigneter Speicher ist für Überkapazitäten aus Wind und Sonne, sondern wie Wasserstoff ein geeigneter Speicher ist.

 

Bild: EEZ Energie Energiewirtschaft Zukunftsenergien: Wasserstoff Speicher H2Herten, Windkraftanlage

 

Besondere Aufmerksamkeit haben Power-to-Gas und die Methanisierung bekommen. Mit Blick auf Power-to-Gas ist das Gasnetz als perspektivisch sehr großer Speicher mit einer Kapazität von 220 TWh bekannt. Dass Zumischraten von zehn Volumen-Prozent Wasserstoff in das Ergasnetz keine Anforderungen auslösen an die bestehende Erdgas-Infrastruktur ist ebenso bekannt; die aktuell gültigen Regelwerke, welche bislang noch fünf Volumen-Prozent Wasserstoff Zumischrate in das Ergasnetz betrachten, werden aktuell überarbeitet. Die Methanisierung bietet sich zudem an, nicht nur mit Blick auf die Klima-Diskussion. Wasserstoff erzeugt aus Windstrom- und Sonnenstrom-Überkapazitäten durch Elektrolyse findet im Gruben-, Deponie- und Klär-Gas ein weiteres geeignetes Speichermedium.

 

Windstrom- und Sonnenstrom-Überkapazitäten sind Energien, welche ohnehin zur Verfügung stehen. Diese mit moderatem Wirkungsgrad der Energiewirtschaft zur Verfügung stellen mit dem geeigneten Speicher ist Fortschritt sowohl mit Blick auf die Senkung der EEG-Umlage, als auch mit Blick auf die Umweltpolitische Verantwortung. Zahlreiche EVU haben sich dieser Entwicklung angenommen und sind bestrebt um das Generieren eines vorzeitigen Wettbewerbsvorteils.

 

Die Anforderungen an die Energie-Bereitstellung und an die Energie-Verfügbarkeit sind für zukünftige Generationen zunehmend höher mit Blick auf den global steigenden Energie-Bedarf; dies zunehmend regenerativ.